Das rote Dreieck als Symbol der Bedrohung und Terrorunterstützung.
In der Nacht vom 20. auf den 21.05.2024 wurden die Fenster der Programmschänke Bajszel in Neukölln – unseres verlässlichen Kooperationspartners – von Unbekannten mit roten Dreiecken versehen (Foto 7).
Das rote Dreieck – ein Symbol, das als Zeichen der politisch Verfolgten im Nationalsozialismus bekannt war, hat seit den antisemitischen Attentaten des 7. Oktobers eine andere Bedeutung erlangt. So nutzt die Hamas rote Dreiecke in ihren Propagandavideos, um Terrorziele zu kennzeichnen, die sodann zerstört werden. Zudem wird es in Hinrichtungsvideos genutzt, um die Opfer zu markieren, die daraufhin exekutiert werden. Das rote Dreieck ist somit als direkte Gewaltandrohung und Terrorunterstützung zu verstehen. Es ist im antizionistischen Milieu immer öfter zu sehen (z.B. auf T-Shirts, Plakaten, als Graffiti) (Foto 1 und 3) und wird auch mit Handzeichen nachgeformt (Foto 5). Es dient der Feindmarkierung, signalisiert Gewaltbereitschaft und ist Ankündigung eines Gewaltakts gegen das markierte Objekt. Trotz der offen antisemitischen, gewaltverherrlichenden Implikation wird das Symbol in Deutschland bislang nicht als strafrechtlich relevant bewertet und findet auch in Berlin immer größere Verbreitung (Foto 4, 6). Ziel der Feindmarkierung wurde im April 2024 bereits der Club //:about blank, in dem eine Woche zuvor eine Veranstaltung gegen Antisemitismus mit mehr als 300 Teilnehmer*innen stattgefunden hatte, bei der auch viele jüdische Menschen anwesend waren (Foto 2).
In der ProgrammSchänke Bajszel finden seit der Eröffnung im Jahr 2022 Veranstaltungen gegen Antisemitismus statt. Es ist ein Ort der offenen, gewaltfreien Debatte und Diskussion und beherbergt regelmäßig Veranstaltungen, die sich gegen die Dämonisierung des jüdischen Staates einsetzen. Die Programmschänke war aus diesem Grund schon mehrfach Ziel von Drohungen, gegen die es sich bislang erfolgreich zur Wehr gesetzt hat. Auch unser Verein darf regelmäßig auf die schönen Räumlichkeiten und das tolle Team zurückgreifen. Weder Drohungen, die im Vorfeld unserer Broschürenvorstellung von Mythos#Israel1948 ausgesprochen wurden, noch die Diffamierungen im Nachhinein haben das Bajszel abgehalten, weiterhin mit uns zusammenzuarbeiten. Das Team hat vielmehr maßgeblich zur Sicherheit von Publikum und Podium beigetragen.
Wir unterstützen das Bajszel daher ausdrücklich in der ungebrochenen, der Aufklärung verpflichteten Haltung, und der Wehrhaftigkeit auch gegenüber diesem jüngsten Einschüchterungsversuch. Der Verein Masiyot steht an der Seite des Bajszels, das nicht aufhören wird, Antisemitismus in allen Erscheinungsformen zu kritisieren.
Beispiele:






