Dienstag, 30.4.2024 | 19:30 h | ProgrammSchänke Bajszel (Emser Str. 8/9, Berlin-Neukölln)
Der antisemitische Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 bedeutete eine Zäsur für jüdisches Leben weltweit. Teil dieser „genozidalen Botschaft“ (E. Rolnik) waren systematisch eingesetzte Formen sexueller Gewalt und Folter, welche die Mehrheit der Opfer nicht überlebte. Trotz der massiven Form der geschlechtsspezifischen Gewalt blieb eine Solidarisierung in feministischen Kreisen in weiten Teilen aus. Bis heute wird die sexuelle Gewalt am 7. Oktober sowie in der Folge gegen israelische Geiseln in Gaza geleugnet – obwohl selbst UN Women inzwischen einen klaren Bericht hierzu vorgelegt hat. Die Verhöhnung der Betroffenen und das lange Schweigen bedeuten einen Verrat, der den Antisemitismus in feministischen Zusammenhängen auf bittere Weise verdeutlicht und der nicht unkommentiert bleiben soll.
Der Vortrag fasst die Ereignisse des 7. Oktober zusammen, dokumentiert beispielhaft Reaktionen feministischer Akteure und diskutiert die Bedeutung der ausbleibenden Solidarität unter Berücksichtigung einer antisemitisch bedingten Täter-Opfer-Umkehr.
Moderation: Miriam Mettler, Masiyot. e.V.
Einlass gegen Spende. Der Erlös geht an die Association of Rape Crisis Centers in Israel (ARCCI)